Kinderneuroradiologie

In der Kinderneuroradiologie untersuchen wir Früh- und Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und bisweilen junge Erwachsene. Erkrankungen des Gehirns und der Wirbelsäule in dieser Altersgruppe unterscheiden sich in vieler Hinsicht von denen Erwachsener und erfordern besondere Kenntnisse und Untersuchungstechniken.
Speziell ausgebildetes Personal (Neuroradiologen, medizinisch-technische Radiologieassisstenten, Anästhesisten und Anästhesiepflegepersonal) garantieren hoch spezialisierte und gleichzeitig kindgerechte Untersuchungen.

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Magnetresonanztomographie

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT) wird Röntgenstrahlung gänzlich vermieden, was es zu einem unserer schonendsten Bildgebungsverfahren macht. Gleichzeitig ist der Gewebekontrast optimal, um beispielsweise das Gehirn untersuchen zu können. Das MRT kommt deshalb bei der überwiegenden Zahl unserer Patienten und Patientinnen zum Einsatz.

 

Je nach Fragestellung dauert ein MRT zwischen 15 und 60 min. Bei einigen dieser Untersuchungen werden gadoliniumhaltige Kontrastmittel in eine Armvene verabreicht, das sich anschließend im Körper verteilt und uns hilft, Gefäße oder bestimmte Erkrankungen besser erkennen zu können. Diese Kontrastmittel werden über die Niere wieder ausgeschieden.

 

Vielen jüngeren Kindern fällt es natürlich schwer, still im MRT Gerät zu liegen. Diese Patienten und Patientinnen untersuchen wir entweder nach Gabe eines leichten Schlafmittels oder in Narkose. Dies geschieht in individueller und enger Absprache mit unseren Kinderärzten und Kinderanästhesisten.

In der MRT werden starke Magnetfelder erzeugt. Deshalb dürfen sich keine losen Metallgegenstände im Raum befinden. Es stehen Ihnen vor Ort Schließfächer zur Verfügung, in denen Sie Schlüssel, Handy, Münzen, Kreditkarte, Haarnadeln, Schmuck etc. verstauen können. Vermeiden Sie Metallknöpfe oder Reißverschlüsse an den Kleidungsstücken Ihrer Kinder. Auch auf Glitzerfäden oder Glitzerbilder auf Kleidung muss verzichtet werden, da diese die Bildqualität negativ beeinflussen können. Metall an Kleidungsstücken der Begleitperson sind kein Problem!

MRT-Untersuchungen in Sedierung („Schlafsaft“) oder in Narkose

Für ein gutes Gelingen sind die folgenden Punkte zur Vorbereitung sehr wichtig:

Ihr Kind muss nüchtern sein, da wir ein Verschlucken unbedingt vermeiden wollen.

  • Kinder unter einem Jahr dürfen 4 Stunden vor der MRT keine Milchnahrung, Brei oder Snacks (z. B. Kekse, Gummibären) essen und auch nicht gestillt werden. Bis 2 Stunden vor der MRT dürfen klare Flüssigkeiten (Wasser, Tee) getrunken werden. Die letzten 2 Stunden vor der MRT darf auch nicht mehr getrunken werden.
  • Kinder ab einem Jahr dürfen 6 Stunden vor der MRT keine feste Nahrung (dazu zählt auch Milch, Kakao oder Fruchtsäfte mit Fruchtfleisch) essen. Bis 2 Stunden vor der MRT dürfen klare Flüssigkeiten (Tee auch gesüßt, Wasser, kohlensäurehaltige Getränke wie Cola, klare Fruchtsäfte ohne Fruchtfleisch) getrunken werden. 2 Stunden vor der MRT darf auch nicht mehr getrunken werden.
  • Bitte seien Sie um 8 Uhr auf der Station, da Ihr Kind noch durch die Stationsärzte untersucht werden muss.
  • Sollte Ihr Kind krank sein oder müssen Sie aus anderen Gründen kurzfristig absagen, dann rufen Sie bitte unter 030 450 557204 an.

Computertomographie

Die Computertomographie (CT) ist ein röntgenbasiertes, bildgebendes Verfahren, das in der Neuroradiologie bei Kindern und Jugendlichen vor allem zum Einsatz kommt, wenn knöcherne Strukturen wie die Wirbelsäule oder der Schädel detailliert dargestellt werden sollen. Außerdem werden CT Untersuchungen in einigen akuten Situationen durchgeführt, wenn längere Untersuchungszeiten vermieden werden müssen. Aufnahmetechniken werden der Fragestellung individuell angepasst, um die Belastung mit Röntgenstrahlen absolut zu minimieren. In seltenen Fällen werden jodhaltige Kontrastmittel in eine Armvene verabreicht, um beispielsweise Blutgefäße besser darstellen zu können.

Ansprechpartner für das Kinder-MRT

Dr. med. Anna Tietze, PhD

Oberärztin für den Bereich pädiatrische Neuroradiologie, Fachärtzin für Radiologie, Schwerpunktbezeichung Neuroradiologie

Foto: Liebig/Leitung Institut für Neuroradiologie Berlin